Warum sardische Hundertjährige Sie überleben: Es ist nicht nur Olivenöl

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Sie kennen wahrscheinlich die Blue Zones. Sie kennen die Diät. Bohnen, Vollkornprodukte, Olivenöl, viel Blattgemüse. Es ist eine saubere Weste. Es ist offenbar auch nur die halbe Wahrheit.

Forscher auf Sardinien haben die Daten untersucht. Sie untersuchten 125 Erwachsene im Alter von 71 bis 101 Jahren. Die Hälfte stammte aus der berühmten Blue Zone-Region. Die andere Hälfte stammte aus einer vergleichbaren ländlichen Gemeinde in der Nähe.

Warum sie vergleichen? Um die Variable zu isolieren. Beide Gruppen hatten ähnliche Umgebungen. Beide blieben aktiv. Gartenarbeit, Gartenarbeit, tägliche Bewegung – sie alle haben es geschafft. Auch ihre kognitiven Grundlinien waren ähnlich. Es gab keinen großen Unterschied im Lebensstil oder beim Zugang zur Gesundheitsversorgung.

Was also unterschied die sardischen Hundertjährigen von ihren Altersgenossen?

Es lag nicht am Essen. Es war nicht die Übung. So funktionierten ihre Gedanken.

Die Psychologie der Langlebigkeit: Offenheit ist wichtig

Die Studie hebt Offenheit für Erfahrungen als wesentliches Unterscheidungsmerkmal hervor. Bei diesem Persönlichkeitsmerkmal geht es nicht darum, extrovertiert oder extrovertiert zu sein. Es geht um Neugier. Flexibilität. Die Bereitschaft, Neues auszuprobieren.

Auch bei der emotionalen Kompetenz schnitten die Einwohner Sardiniens in der Studie besser ab. Sie hatten bessere Bewältigungsstrategien. Auch wenn das Leben einen schiefen Lauf nahm, brachen sie nicht zusammen. Sie haben sich angepasst.

Und sie verbrachten deutlich mehr Zeit mit Dingen, die ihr Gehirn und ihren Körper forderten.

Wie viel Zeit verbringen Hundertjährige mit Hobbys?

Hier ist das konkrete Detail, das die Erzählung verändert:

Die sardischen Hundertjährigen widmeten mehr als 11 Stunden pro Woche geistig und körperlich anspruchsvollen Aktivitäten. Denken Sie an Lesen. Gemeinschaftsveranstaltungen. Hobbys, die Konzentration erfordern.

Ihre Nachbarn? Weniger als sieben Stunden.

Diese Lücke – vier Stunden pro Woche – mag auf dem Papier trivial klingen. Im großen Plan eines Jahrhunderts? Es ist riesig.

Hier geht es nicht darum, „beschäftigt“ zu bleiben. Es geht darum, engagiert zu bleiben.

Diese älteren Erwachsenen waren nicht nur ein Zeitvertreib. Sie lernten. Verbinden. Fähigkeiten aufbauen. Sie fanden Aktivitäten, die Aufmerksamkeit erforderten. Diese Forderung hielt sie wachsam. Es hielt sie in Verbindung. Es hielt sie am Leben.

Warum Stressreaktionen gesundes Altern definieren

Die Studie befasste sich auch mit Neurotizismus. Das ist die Eigenschaft, die mit chronischen Sorgen, Selbstzweifeln und negativer Emotionalität verbunden ist.

In beiden Gruppen korrelierte ein hoher Neurotizismus mit einer schlechteren gesundheitsbezogenen Lebensqualität.

Bedeutet das, dass Sie zum Scheitern verurteilt sind, wenn Sie sich manchmal Sorgen machen? Nein. Persönlichkeit existiert in einem Spektrum. Genetik spielt eine Rolle. Lebenserfahrung prägt es.

Aber das Muster ist klar: Die gewohnheitsmäßige Stressreaktion ist wichtig. Menschen, die emotional und psychisch besser zurechtkommen, berichten, dass sie sich auch körperlich besser fühlen. Auch wenn Herausforderungen auftauchen.

Gesundes Altern hängt nicht nur davon ab, was Sie essen oder wie Sie sich bewegen. Es hängt davon ab, ob Sie neugierig bleiben.

Über die „perfekte“ Blue-Zone-Diät hinausgehen

Wir behandeln die Blue Zone-Diät wie ein Produkt. Kaufen Sie das Olivenöl. Fügen Sie die Bohnen hinzu. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen. Es ist einfach zu verpacken. Es ist leicht zu verkaufen.

Es ist auch unvollständig.

Die Forschung legt nahe, dass es einen Teil gibt, der schwieriger zu verpacken ist. Schwieriger, online zu kaufen. „Offenheit für Erfahrungen“ kann man nicht in den Warenkorb legen.

Was machen Sie also?

Sie treten einem Buchclub bei. Mit 65 lernst du Pickleball. Du pflegst einen Garten. Sie engagieren sich ehrenamtlich. Du nimmst an einem Kunstkurs teil. Du bleibst neugierig auf die Welt.

Es geht um Investitionen.

Die Sarden konzentrierten sich nicht auf das, was sie mit zunehmendem Alter verloren hatten. Sie konzentrierten sich auf das, was sie noch tun konnten. Sie haben in ihre Fähigkeiten investiert.

Seit Jahren suchen wir in diesen Gemeinden nach einer magischen Diät für ein langes Leben. Wir haben die psychologische Architektur darunter übersehen.

Die Erkenntnis besteht nicht darin, mit dem Gemüseverzehr aufzuhören. Die Erkenntnis besteht darin, bessere Fragen über Ihr eigenes Leben zu stellen. Wie gehen Sie mit Stress um? Sind Sie neugierig? Wann haben Sie das letzte Mal etwas Neues ausprobiert?

Das Essen hilft. Aber der Geist? Der Verstand könnte das wahre Geheimnis bergen.