Warum es der Alternativmedizin an wissenschaftlichen Beweisen mangelt und worauf man achten sollte

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Das Medizinstudium ist mühsam. Sie verbringen Jahre damit, Anatomie, Pharmakologie und die wissenschaftliche Methode zu beherrschen. Das Ziel ist eine evidenzbasierte Medizin. Das bedeutet Behandlungen, die durch strenge, kontrollierte Tests unterstützt werden. Sie lernen, Daten zu vertrauen. Sie erfahren, dass es sich nicht um eine Standardversorgung handelt, wenn es nicht validiert wurde.

Dann gibt es noch die Welt der Alternativmedizin.

Diese Kategorie umfasst alles von Akupunktur und Ayurveda bis hin zu pflanzlichen Heilmitteln wie Ginseng und Echinacea. Es umfasst auch Magnetfeldtherapie und Massage. Bei diesen Praktiken wird oft der Schwerpunkt auf Spiritualität, natürliche Elemente und die Verbindung zwischen Geist und Körper gelegt. Sie liegen außerhalb des Bereichs der Mainstream-Wissenschaft.

Die Zahlen sind atemberaubend. Mehr als 80 Millionen Erwachsene in den USA haben mindestens eine dieser Therapien ausprobiert. Das ist ein riesiger Teil der Bevölkerung. Dennoch bleibt die wissenschaftliche Gemeinschaft weitgehend skeptisch. Warum? Denn für die meisten dieser Praktiken gibt es keine Daten, die die Wirksamkeit belegen.

Das Problem mit „alternativen“ Studien

Die evidenzbasierte Medizin verändert sich ständig. Neue Studien beweisen, dass alte Behandlungsmethoden wirken. Neue Behandlungen ersetzen alte. Aber wenn eine Therapie „alternativ“ bleibt, liegt das meist daran, dass ihr die entscheidende wissenschaftliche Unterstützung fehlt.

Es ist schwierig, Geld für die Erforschung alternativer Therapien zu bekommen. Aber die Studien, die tatsächlich durchgeführt werden, scheitern oft. Die Ergebnisse wurden von der wissenschaftlichen Gemeinschaft abgelehnt. Die meisten dieser Versuche wiesen schwerwiegende Mängel auf. Wir sprechen von einer schlechten Methodik. Kleine Stichprobengrößen. Und wackelige Interpretationen von Daten.

Akupunktur ist die bemerkenswerte Ausnahme. Es hat an Glaubwürdigkeit gewonnen. Studien zeigen, dass es Schmerzen lindern kann. Aber hier ist der Haken. Ärzte wissen immer noch nicht, wie und warum es funktioniert. Der Mechanismus bleibt ein Rätsel. Aufgrund dieser Unsicherheit bleibt es in der Spalte „Alternative“, auch wenn die Schmerzlinderung für einige Patienten real ist.

Placebo oder Power?

Mangelnde Beweise halten Menschen selten auf. Auch wissenschaftliche Skepsis gilt nicht. Wenn Sie sich nach einer Behandlung besser fühlen, werden Sie sie weiterhin anwenden.

Einige Therapien könnten tatsächlich funktionieren. Beispielsweise wird Johanniskraut häufig bei leichten Depressionen empfohlen. Es gibt Grund zu der Annahme, dass es hilft. Das bedeutet jedoch nicht, dass es die Anordnungen Ihres Arztes ersetzen sollte.

Viele dieser Therapien wirken bestenfalls aufgrund des Placebo-Effekts. Sie wollen Ergebnisse. Sie erwarten Ergebnisse. Also erschafft Ihr Gehirn sie. Ist das schädlich? Normalerweise nicht. Aber es ist nicht „heilend“ im Sinne der modernen Medizin. Es ist psychologisch. Es ist wirksam, aber es ist kein Beweis für die biologische Wirksamkeit.

Die Gefahrenzone der Quacksalberei

Wenn Sie sich entscheiden, alternative Medizin auszuprobieren, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Es fühlt sich kontraintuitiv an. Schließlich verlassen Sie die medizinische Gemeinschaft. Aber Ihr Arzt muss es wissen.

Viele alternative Therapien haben Nebenwirkungen. Sie können negative Wechselwirkungen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten haben. Man könnte meinen, ein „natürliches“ Heilmittel sei sicher. Das ist es nicht. Die Natur ist voller Gifte.

Seien Sie auf der Hut vor Quacksalberei. Wir neigen dazu, große Pharmaunternehmen mit Argwohn zu betrachten. Gier ist ein berechtigtes Anliegen. Aber auch der Bereich der Alternativmedizin ist reif für die Ausbeutung. Die Menschen suchen nach schnellen Lösungen. Opportunisten sind auf der Suche nach schnellem Geld.

Der Mangel an Regulierung verschlimmert die Situation. Natürliche Nahrungsergänzungsmittel sind von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) nicht zugelassen. Das ist eine riesige Lücke. Es gibt keine Garantie für Reinheit oder Wirksamkeit.

Denken Sie an Ginkgo biloba. In den letzten Jahren enthielten bis zu 75 Prozent der verkauften Nahrungsergänzungsmittel nicht den angegebenen Prozentsatz des Wirkstoffs. Möglicherweise kaufen Sie Zucker. Oder Sie kaufen etwas ganz anderes. Das Etikett ist oft eine Lüge.

Der Wunsch zu heilen ist menschlich. Der Wunsch, Nebenwirkungen zu vermeiden, ist rational. Aber ohne Daten fliegen Sie im Blindflug. Und in der Medizin ist ein Blindflug riskant.