Jimmie Johnson fährt nicht mehr nur Rennen. Er tickt die Uhr ab.
Der siebenfache NASCAR-Champion gab bekannt, dass er nach dem Daytona 500 2027 in den Ruhestand gehen wird. Bis dahin sind es noch fünf Jahre. Aber für jemanden, der eine Generation des Stockcar-Rennsports geprägt hat, fühlt sich das wie ein Wimpernschlag an.
Johnsons Lebenslauf ist erschreckend sauber. Er gewann sieben Cup Series-Titel. Er erreichte zusammen mit Richard Petty und Dale Earnhardt die meisten Meisterschaften in der Geschichte. Er war der erste Fahrer, der fünf Mal in Folge gewann. Diese Serie von 2006 bis 2010 beschäftigt die Konkurrenten immer noch.
Er hat nicht nur Trophäen gehortet. Er gewann zweimal das Daytona 500. 2006. 2013. Zwei der am schwersten zu gewinnenden Rennen im Motorsport.
Dann sprang er von Bord.
Er verließ NASCAR im Jahr 2020. Im Jahr 2021 wechselte er zu IndyCar. Er versuchte, den Open-Wheel-Rennsport zu erobern. Es war chaotisch. Es war laut. Er ist oft abgestürzt. Aber er blieb im Spiel.
Im Jahr 2023 kam er zurück. Teilzeit. Zurück in der Cup-Serie. Zurück im Lärm.
Jetzt legt er die Ziellinie fest. Das Daytona 500 2027 wird sein letztes sein.
Warum so lange warten?
Teilzeitfahrer gehen normalerweise nicht fünf Jahre im Voraus in den Ruhestand. Das ist keine Laune. Es ist ein Legacy-Schritt. Johnson will zu seinen Bedingungen gehen. Er will einen letzten Versuch in Daytona. Er möchte die Geschichte selbst zu Ende bringen.
Einige Fans meinen, er hätte fernbleiben sollen. Manche denken, er hätte IndyCar komplett verlassen müssen. Aber Johnson war schon immer hartnäckig. Er hat 2020 nicht aufgehört, Rennen zu fahren. Er hat auch 2021 nicht aufgehört, es zu versuchen. Und jetzt ist er sicherlich noch nicht fertig.
Fünf Jahre sind in der NASCAR eine lange Zeit. Regeln ändern sich. Autos entwickeln sich weiter. Andere Legenden verschwinden. Aber Johnson hat zwei Jahrzehnte damit verbracht, das Chaos des Sports zu meistern.
Er weiß, wie man gewinnt. Er weiß, wie man überlebt. Und jetzt weiß er, wie man Schluss macht.
Die Uhr tickt. Das Daytona 500 2027 ist nur ein Datum im Kalender, bis es Wirklichkeit wird.
Aber für Jimmie Johnson? Es ist bereits geschrieben.






















