Ard Schenk war nicht nur bei den Olympischen Winterspielen 1972 dabei. Er kam in Sapporo, Japan, an und baute das Feld vollständig ab. Schenk wurde am 16. September 1944 in Anna Paulowna, Niederlande, geboren und wurde für das Eis gebaut. In diesem Jahr gewann er drei Goldmedaillen. Es war der Höhepunkt einer Karriere, die die Fähigkeiten eines Eisschnellläufers neu definierte.
Er war nicht über Nacht eine Sensation. Schenk begann 1964 mit internationalen Wettkämpfen. Sein Vater war nationaler Eislauftrainer, daher war das Eis immer unter seinen Füßen. 1966 holte er sich seinen ersten Europameistertitel. 1967 war er bereits Weltmeister über 1.500 Meter. Dieser Titel blieb bestehen, bis er das Jahr 1969 verpasste. Er hielt ihn erneut von 1970 bis 1972. Außerdem holte er sich 1971 und 1972 den Weltmeistertitel über 5.000 Meter. Und von 1971 bis 1972 holte er sich den Weltmeistertitel über 10.000 Meter.
Die Grenoble-Spiele 1968 stellten ihn erstmals auf die Probe. Im 1.500-Meter-Lauf holte er Silber. Nicht schlecht als Vorbereitung für den großen. Doch vier Jahre später war er unantastbar. Er gewann die 1.500-, 5.000- und 10.000-Meter-Läufe souverän. Das Einzige, was ihm fehlte, war der 500-Meter-Lauf. Er fiel bereits nach vier Schritten. Es war ein brutales Ende eines möglichen Sweeps.
Schenk war der erste Skater, der in einem einzigen Jahr (1972) die 500-, 1.500-, 5.000- und 10.000-Meter-Läufe bei Weltmeisterschaften gewann.
Diese historische Leistung – alle vier Distanzen bei den Allround-Weltmeisterschaften in einem Jahr zu gewinnen – war noch nie zuvor geschafft worden. Schenk hat es geschafft. Noch nie hatte jemand solche Distanzen überwunden. Es bleibt eine der beeindruckendsten Errungenschaften in der Geschichte des Wintersports.
Nach Sapporo veränderte sich die Landschaft des Eisschnelllaufs. Schenk stürzte sich ins Getümmel. 1973 wurde er zur Hauptattraktion einer neuen professionellen Eisschnelllaufliga. Dort gewann er verschiedene Titel. Die Liga scheiterte 1974. Kurz darauf ging er in den Ruhestand. Die Ära seiner Dominanz endete ruhig.





















