Vitamin D ist ein weit verbreitetes Nahrungsergänzungsmittel, das häufig eingenommen wird, um Mängel oder vermeintliche Defizite auszugleichen. Aber was passiert, wenn jemand über einen längeren Zeitraum hinweg konsequent täglich eine Vitamin-D-Pille einnimmt? Hier finden Sie eine Aufschlüsselung der potenziellen Vorteile und Risiken, gestützt auf medizinische Erkenntnisse.
Gestärkte Knochen durch verbesserte Kalziumaufnahme
Bei Personen, denen ausreichend Vitamin D aus der Nahrung oder durch Sonnenlicht fehlt, kann eine regelmäßige Nahrungsergänzung zu stärkeren Knochen führen. Die Nieren wandeln aufgenommenes Vitamin D in Calcitriol, seine aktive Form, um, die die Kalziumaufnahme im Darm fördert. Laut Marilyn Tan, MD, Endokrinologin von Stanford Medicine, unterstützt dieser Prozess direkt das Knochenwachstum. Vitamin D unterstützt auch die Phosphoraufnahme und stärkt so die Knochenmineraldichte.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass überschüssiges Vitamin D keinen zusätzlichen Nutzen für diejenigen bietet, die bereits über ausreichende Vitamin-D-Spiegel verfügen. Eine Studie aus dem Jahr 2022 ergab keine signifikante Reduzierung von Frakturen bei gesunden Personen, die Vitamin D einnahmen, im Vergleich zu Placebo.
Verbesserte Zahngesundheit und Mineralhaushalt
Vitamin D spielt nicht nur für die Knochen, sondern auch für die Mundgesundheit eine Rolle. Zähne sind wie Knochen für ihre Entwicklung auf Kalzium angewiesen, und ein Mangel kann sie schwächen. Wassim Diab, MD, FACP, MHA, betont, dass Vitamin D zur Aufrechterhaltung eines gesunden Mineralstoffgleichgewichts beiträgt und die Zahnmineralisierung fördert. Dies sorgt für einen stärkeren Zahnschmelz und verringert das Risiko von Zahnproblemen aufgrund von Kalziumungleichgewichten.
Verbesserte Muskelkraft und Balance
Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel kann zu Muskelschwäche führen und das Sturzrisiko erhöhen, insbesondere bei älteren Erwachsenen. Untersuchungen zeigen, dass eine Erhöhung des Vitamin-D-Gehalts das Gleichgewicht, die Kraft und die Gehstabilität bei Menschen mit Mangel verbessern kann. Denn das Vitamin unterstützt die Muskelfunktion und die Nervenübertragung.
Das Risiko einer Hyperkalzämie: Zu viel Kalzium ist möglich
In seltenen Fällen kann eine übermäßige Vitamin-D-Zufuhr zu Hyperkalzämie führen, einem Zustand, bei dem der Kalziumspiegel im Blut gefährlich hoch wird. Zu den Symptomen gehören Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, geistige Verwirrung und Dehydrierung. Eine längere Hyperkalzämie kann zu Nierenversagen und gefährlichen Herzrhythmusstörungen führen.
Menschen mit chronischer Nierenerkrankung oder Absorptionsproblemen sind einem höheren Risiko ausgesetzt. Die Einnahme von Vitamin D zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit oder einem Snack kann die Absorption verbessern, aber Mäßigung ist der Schlüssel.
Ist eine Nahrungsergänzung sicher?
Für die meisten Menschen, insbesondere diejenigen mit diagnostiziertem Mangel, ist eine Vitamin-D-Supplementierung im Allgemeinen sicher. Moderate Dosen unter ärztlicher Aufsicht, einschließlich regelmäßiger Kontrollen der Nierenfunktion und des Kalziumspiegels, sind von Vorteil. Die Centers for Disease Control and Prevention schätzen, dass etwa 41 % der Amerikaner nicht genug Vitamin D erhalten.
Die empfohlene Tagesdosis beträgt 600 IE (15 µg) für Erwachsene unter 70 Jahren und erhöht sich auf 800 IE (20 µg) für Senioren. Da Vitamin D fettlöslich ist, verbessert die Einnahme zu den Mahlzeiten die Aufnahme. Wenn Sie Müdigkeit, Muskelschmerzen oder Stimmungsschwankungen verspüren, wenden Sie sich zur Untersuchung an einen Arzt.
Letztendlich kann eine Vitamin-D-Ergänzung zwar bei richtiger Anwendung erhebliche gesundheitliche Vorteile bieten, doch Mäßigung und ärztliche Beratung sind unerlässlich, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.


























