Hämorrhoiden, diese schmerzhaft geschwollenen Venen im Rektum und Anus, sind ein häufiges Unbehagen. Während Behandlungen wie Cremes und Sitzbäder Linderung verschaffen können, spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle bei der Behandlung der Symptome. Die richtige Ernährung kann den Stuhl weicher machen, die Belastung beim Stuhlgang verringern und weiteren Reizungen vorbeugen. Umgekehrt können bestimmte Lebensmittel das Problem verschlimmern.
In diesem Artikel werden sieben Arten von Lebensmitteln beschrieben, die Sie einschränken oder vermeiden sollten, wenn Sie mit Hämorrhoiden zu kämpfen haben. Es ist wichtig zu verstehen, warum diese Lebensmittel wichtig sind: Kontinuierliches Pressen übt Druck auf die bereits geschwollenen Venen aus und verschlimmert die Symptome.
1. Hochverarbeitete Lebensmittel: Die Übeltäter der Verstopfung
Chips, Kekse und andere abgepackte Snacks sind ballaststoffarm und oft mit Zucker und Fett beladen. Untersuchungen bringen hochverarbeitete Lebensmittel (UPFs) mit erhöhter Verstopfung in Verbindung. Auch Weißbrot und zuckerhaltiges Getreide sind häufige Übeltäter.
Laut Dr. Alex Afshar, dem Gründer des Hemorrhoid Institute, erzeugen diese Lebensmittel einen Teufelskreis: * „Sie haben wenig Ballaststoffe, daher kommt es zu hartem Stuhlgang und Anstrengung. Und sie enthalten viel Fett und Zucker, was die Magen-Darm-Motilität verlangsamt.“* Verzögerter Stuhlgang führt zu trockenerem, härterem Stuhl und verschlimmert die Hämorrhoidensymptome.
2. Scharfe Speisen: Ein schmerzhafter Reizstoff
Auch wenn es nicht wissenschaftlich erwiesen ist, dass sich Hämorrhoiden direkt verschlimmern, berichten viele Menschen von verstärkten Beschwerden nach dem Verzehr scharfer Speisen. Dr. Anish Sheth, ein Gastroenterologe, erklärt: * „Würzige Lebensmittel irritieren auf dem Weg nach draußen … sie können dazu führen, dass Menschen, die Hämorrhoiden haben, symptomatischer werden, nur weil es für die Schleimhaut schmerzhaft ist.“*
Scharfe Speisen können auch zu häufigerem Stuhlgang führen, was zu erhöhter Reibung und Reizung führt. Wenn Sie Hämorrhoiden haben, gehen Sie vorsichtig vor oder vermeiden Sie scharfe Gerichte ganz.
3. Verarbeitetes Fleisch: Das Natrium- und Ballaststoffproblem
Speck, Wurst und Mittagsfleisch tragen zur Verstopfung bei, wie eine Umfrage unter 204 Betroffenen ergab. Es mangelt ihnen an Ballaststoffen und sie haben oft einen hohen Natriumgehalt. Eine hohe Natriumaufnahme kann zu Dehydrierung und damit zu einer weiteren Verhärtung des Stuhls führen.
Ballaststoffe sind für die Stuhlkonsistenz, den Transport von Abfallstoffen durch den Dickdarm und die Wasseraufnahme unerlässlich. Ohne ausreichende Ballaststoffe oder Flüssigkeitszufuhr wird der Stuhlgang schwieriger, was die Belastung erhöht.
4. Überschüssiges Koffein: Ein zweischneidiges Schwert
Koffein ist nicht unbedingt der Feind, kann aber für manche problematisch sein. Es kann zwar den Stuhlgang anregen, ist aber auch ein mildes Diuretikum, das möglicherweise zu Dehydrierung führt.
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist von entscheidender Bedeutung. Dehydrierung führt zu härterem Stuhlgang und erhöhter Belastung der geschwollenen Venen. Moderation ist der Schlüssel; Vermeiden Sie es, sich auf Kaffee als Flüssigkeitsquelle zu verlassen.
5. Alkohol: Dehydrierung und Gefäßerweiterung
Alkohol ist ein weiteres Diuretikum, das die Urinproduktion steigert und zur Dehydrierung beiträgt. Dehydrierung verhärtet den Stuhl und erhöht die Belastung. Darüber hinaus führt Alkohol zu einer Vasodilatation (Erweiterung der Blutgefäße), was die Schwellung der Hämorrhoiden verschlimmern kann.
Dr. Afshar erklärt: * „Es führt zu einer Schwellung der Hämorrhoidalgefäße. Und wenn das passiert, ist das an sich schon unangenehm.“*
6. Fettreiche Milchprodukte: Potenzial für langsame Verdauung
Eine moderate Aufnahme von Milchprodukten ist im Allgemeinen sicher, aber große Mengen vollfetter Milchprodukte können die Verdauung verlangsamen und bei manchen Menschen zu Verstopfung führen. Dadurch erhöht sich die Gefahr einer Zerrung.
Wenn sich vollfette Milchprodukte nicht auf Ihre Stuhlgewohnheiten auswirken, besteht kein Grund, sie zu eliminieren, aber achten Sie darauf, wie Ihr Körper reagiert.
7. Rotes Fleisch: Langsamer Transport und Mangel an Ballaststoffen
Rotem Fleisch mangelt es an Ballaststoffen und es wird langsam verdaut, was zu einem trägen Stuhlgang führt. Dies verschlimmert die Verstopfung und entzündet Hämorrhoiden.
Ausgewogenheit ist entscheidend. Ein mäßiger Verzehr von rotem Fleisch ist in Ordnung, wenn Sie Ihre Ernährung mit ballaststoffreichen Lebensmitteln ergänzen und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Streben Sie täglich 25–30 Gramm Ballaststoffe aus Quellen wie Hafer, Äpfeln und Bohnen an.
Wenn eine Ernährungsumstellung die Symptome nicht innerhalb von Wochen bessert, oder wenn Sie anhaltende Blutungen oder starke Schmerzen verspüren, wenden Sie sich an einen Arzt. Möglicherweise liegen zugrunde liegende Ursachen vor, die eine andere Behandlung erfordern.
Eine hämorrhoidenfreundliche Ernährung legt Wert auf Ballaststoffe und Flüssigkeitszufuhr, um den Stuhl weicher zu machen, Belastungen zu reduzieren und Reizungen zu minimieren. Das Ignorieren dieser Faktoren kann die Beschwerden verlängern und möglicherweise die Symptome verschlimmern.
