Die Behandlung von Bluthochdruck ist für die langfristige Gesundheit von entscheidender Bedeutung, da unkontrollierter Bluthochdruck das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich erhöht. Während viele Nahrungsergänzungsmittel im Allgemeinen sicher sind, können bestimmte den Blutdruck gefährlich erhöhen oder die Einnahme verschriebener Medikamente beeinträchtigen. In diesem Artikel werden fünf Nahrungsergänzungsmittel beschrieben, die Personen mit Bluthochdruck meiden sollten, sowie die wissenschaftlichen Gründe dafür.
Vitamin D (hohe Dosen): Ein zweischneidiges Schwert
Vitamin D ist für die Knochengesundheit und die Immunfunktion unerlässlich, und einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass es in moderaten Dosen (200–8.000 IE täglich) sogar bei der Blutdruckkontrolle helfen kann. Eine übermäßige Zufuhr – über 10.000 IE pro Tag – kann jedoch zu Hyperkalzämie (hohem Kalziumspiegel) führen, was paradoxerweise mit der Zeit den Blutdruck erhöht.
Darüber hinaus kann hochdosiertes Vitamin D negative Wechselwirkungen mit Diuretika („Wassertabletten“) zur Behandlung von Bluthochdruck haben. Diese Wechselwirkung stört die Kalziumregulierung und kann möglicherweise Blutdruckprobleme verschlimmern. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt, bevor Sie eine Vitamin-D-Ergänzung einnehmen, insbesondere wenn Sie Medikamente einnehmen.
Süßholzwurzel: Eine versteckte Gefahr
Süßholzwurzel (Glycyrrhiza glabra) wird seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin verwendet, ihre Auswirkungen auf den Blutdruck sind jedoch gut dokumentiert. Die Verbindung Glycyrrhizinsäure (GA) in Süßholz kann bereits in geringen Dosen (100 mg täglich) den Blutdruck erhöhen.
GA stört den Elektrolythaushalt, erhöht den Natriumspiegel und senkt den Kaliumspiegel. Dieser Effekt ist besonders gefährlich, wenn er mit Diuretika kombiniert wird und möglicherweise zu einem kritisch niedrigen Kaliumspiegel führt. Wenn Sie an Bluthochdruck leiden, vermeiden Sie Produkte, die Süßholzwurzel enthalten.
Johanniskraut: Beeinträchtigung durch Medikamente
Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist ein beliebtes pflanzliches Heilmittel gegen Depressionen, kann jedoch schwerwiegende Wechselwirkungen mit Blutdruckmedikamenten haben. Es schwächt die Wirkung von Arzneimitteln wie Procardia (Nifedipin), Talinolol und Verelan (Verapamil), indem es die Absorption beeinträchtigt.
Diese Interaktion ist nicht nur theoretisch; Es handelt sich um eine bekannte pharmakologische Wirkung. Informieren Sie immer Ihren Arzt, bevor Sie Johanniskraut einnehmen, da es Ihre Behandlung gegen Bluthochdruck unwirksam machen kann.
Arnica: Vermeiden Sie den oralen Verzehr
Arnika ist bei topischer Anwendung wirksam, um Blutergüsse und Entzündungen zu reduzieren. Von der Einnahme von Arnika wird jedoch aufgrund des Risikos schwerwiegender Nebenwirkungen dringend abgeraten. Dazu gehören gefährlich erhöhter Blutdruck, vermehrte Blutungen und sogar Organschäden. Experten raten gänzlich vom oralen Arnikakonsum ab.
Bitterorange: Ein stimulierendes Risiko
Bitterorange (Citrus aurantium) enthält p-Synephrin, ein Stimulans, das chemisch Ephedrin ähnelt – eine verbotene Substanz aufgrund ihrer kardiovaskulären Risiken. Bitterorangenpräparate können den Blutdruck und die Herzfrequenz erhöhen und so das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte erhöhen.
Während es unwahrscheinlich ist, dass die Bitterorange in Nahrungsmitteln oder Getränken schädlich ist, sollten Nahrungsergänzungsmittel mit äußerster Vorsicht angegangen werden. Die FDA hat aufgrund dieser potenziellen Gefahren vor der Verwendung gewarnt.
Individuelle Variabilität und Vorsichtsmaßnahmen
Die Reaktionen auf Nahrungsergänzungsmittel variieren je nach Genetik, Ernährung, Alter, Darmgesundheit und allgemeinem Gesundheitszustand. Besprechen Sie neue Nahrungsergänzungsmittel immer mit Ihrem Arzt, bevor Sie damit beginnen. Dieser kann mögliche Wechselwirkungen mit vorhandenen Medikamenten beurteilen und feststellen, ob ein Nahrungsergänzungsmittel für Sie sicher ist.
Das Ignorieren dieser Warnungen kann schwerwiegende Folgen haben. Die proaktive Kommunikation mit Ihrem Arzt ist der effektivste Weg, Bluthochdruck sicher und effektiv zu behandeln.


























